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1.Hafen -Tallinn

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2.Hafen - Petersburg

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4.Hafen - Stockholm

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6.Hafen - Kopenhagen

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Eigene Kreuzfahrtberichte
Kreuzfahrtbericht
AIDAaura

Ostseekreuzfahrt vom 19.05. - 29.05.07

Warnemünde - Tallinn - St. Petersburg - Helsinki - Stockholm - Danzig - Kopenhagen - Warnemünde


Anfahrt / Check-in

Wir sind mit dem Auto nach Warnemünde gefahren und haben dies dort für die Dauer der Reise "abgegeben".
Zu Beginn ein kleiner Kritikpunkt: Der Weg zur Autoannahme gleich neben dem Liegeplatz des Schiffes war schlecht ausgeschildert. Mehrere Fahrer vor uns folgten einem missverständlichen Schild nach rechts (vor der eigentlichen Kreuzung) und landeten prompt auf einem Hinterhof. Weitere fuhren an der richtigen Zufahrt vorbei und versuchten dann entnervt zurückzusetzen. Wenn man jedoch den eingezäunten Parkplatz gefunden hat, geht alles reibungslos. Schlüssel und Wagenpapiere abgeben und der Wagen wird sicher, extern, überdacht und vollkaskoversichert abgestellt.
Zum Terminal sind es nur wenige Minuten.
Der moderne Terminal wirkt etwas kalt und unpersönlich, mehrere Eincheckschalter (nach Decks sortiert) öffneten 1 Stunde vor der vorgegebenen Zeit und sorgten für einen schnellen Abbau der sich bildenden Schlangen.
Kreditkarte, Bordkarte, Schiffsausweis, Fotoshooting und schnell waren wir an Bord und in unserer Kabine. Die Koffer wurden ca. 45 Min. später ausgehändigt.

Kabine

Die Aussen-Kabine (Deck 4, 4223) war geräumig und sauber, besonders angenehm das zusätzliche Sofa vor dem Fenster. So ist es möglich, sich auch mit Freunden in der Kabine aufzuhalten.
Sehr gut die kostenfreien Trinkwasserzapfstellen in den Kabinengängen und der entsprechende Wasserkrug in der Kabine.
Etwas weniger ansprechend das enge aber sehr saubere und funktionelle Bad mit verglaster Duschkabine.
Richtig störend und gewöhnungsbedürftig war jedoch die ca. 10 cm hohe Türschwelle von der Kabine zum Bad - vor allem beim Verlassen desselbigen Örtchens. Aus unbekannt gebliebenen Gründen liegt das Fussbodenniveau des Bades ca 5-10 cm über dem der Kabine. Das unvermeindliche Hinein- und Heraustolpern, gebremst durch den gegenüberliegenden Kleiderschrank, gab sich jedoch nach ein paar Tagen.

Service

Das Personal an der Rezeption war hin und wieder schlichtweg unfreundlich.
Als bei uns am 2. Tag die Druckspülung der Toilette am frühen Morgen ausfiel, bekamen wir auf Nachfragen nur ausweichende und unwillig/unfreundliche Antworten.
Der Kabinengang war wegen des Problems 2,5 Stunden lang eine Baustelle, der "Duft" hing jedoch noch tagelang im Gang in der Luft.
Der Kabinenservice war sehr gut, die Kabine war immer super sauber und offensichtlich wurde genau beobachtet, wann man frühstückte oder Ausflüge machte.
Lediglich am letzten Tag hatte die Reinigungsfee es sehr eilig. Wir waren noch nicht vom Frühstück zurück, die Koffer erst halb gepackt und die vorgegebene Zeit zur Räumung der Kabine noch längst nicht abgelaufen - dennoch war unsere Kabine schon "in Arbeit" für die nächsten Gäste.

Über den Service beim Essen sowie bei den Landausflügen lesen Sie bitte unter "Essen und Trinken" und "Ausflüge".

Essen und Trinken

Die Mahlzeiten wurden in 2 Buffetrestaurants - Markt-Restaurant auf Deck 8 und Calypso-Restaurant auf Deck 9 - eingenommen. Auch abends ausschliesslich Buffet - keine geschlossene Sitzung mit reservierten Plätzen. Wer mag kann im Feinschmecker Restaurant "Rossini" auf Deck 8 à la carte gegen Aufpreis (Menü 24,50 -28,50 Euro) essen - dazu weiter unten.

Die Auswahl der Speisen war reichlich und sehr gut, es gab portugiesischen Rotwein zum Abendessen, auch Bier konnte gezapft werden. Getränke zum Essen sind ebenso wie das Buffet selbst im Preis inbegriffen.
Leider kommt es abends regelmässig zu Gedränge. Nicht nur dass die ganz Hungrigen schon scharenweise vor der noch geschlossenen Restauranttür stehen, für später Ankommende ist es auch schwer, überhaupt einen Platz zu ergattern.
So sind wir mehrfach durch ein Restaurant geirrt, um zusammenhängende Plätze für 4 Personen zu finden. Gelang dies nicht, ging die Suche im 2. Restaurant weiter. Wenn wir, schon ziemlich genervt, dann endlich einen Platz gefunden hatten, mussten wir uns beeilen. Denn wenn eine Tischzeit beispielsweise von 18.30 -21.00 Uhr angesetzt war, war um 21.00 Uhr auch definitiv Schluss. Manchmal fingen die Kellner schon um 20.45 Uhr an, die Tische für das Frühstück zu decken. Wein wurde dann auch nicht mehr nachgeschenkt, es herrschte ungemütliche Aufbruchsstimmung.
Das Gleiche passierte mittags. Tischzeit bis 13.30 Uhr, um 13.15 Uhr jedoch gab es keinen Nachtisch mehr und die Kellner reinigten bereits die Tabletts.

Das phillipischen Personal, dass Wasser und Wein nachschenkte und leere Teller abräumte, verdient ein dickes Lob. Freundlich und hilfsbereit und auch manchmal zu kleinen Scherzen aufgelegt.

Morgens gab es, wenn viele Ausflüge zeitnah abgewickelt wurden, auch sehr oft starkes Gedränge in den Restaurants - da flogen schon einmal die Brötchen. Apropos Brötchen - die waren mehrmals nach 30 Min. "ausverkauft". Der stockende Nachschub morgens lag aber uE weniger am Personal sondern mehr an "zu wenig" Personal im Küchen- und Gastronomiebereich.
Trotz allem - grundsätzlich kein Grund zu meckern. Geschmeckt hat es allemal und satt ist auch jeder geworden.

Wenig Glück hatten wir mit einem Essen in dem Feinschmecker Restaurant "Rossini", wo man à la carte gegen Aufpreis essen kann.
Es fing damit an, das unsere Reservierung schlichtweg verschwitzt worden war und wir dann auf das Essen lange warten mussten. Die Wein-Kellnerin wiederum bevorzugte es, sich mit anderen Gästen zu unterhalten, so dass der anfangs bestellte Tischwein erst gegen Ende des Hauptgangs serviert wurde.
Nach den Vorspeisen hatten wir ohnehin schon mehr als 30 min auf das Hauptgericht warten müssen.
Allerdings, das Essen - wenn es dann serviert wurde - war excellent, auch das Ambiente des Restaurants ist gut. Am Service sollte jedoch noch gearbeitet werden.

Nicht unerwähnt soll bleiben das - zwar etwas karge - Frühaufsteherfrühstück (Kaffe, Orangensaft, Croissants, Butter und Marmelade) und der Nachmittagskaffe mit diversen Kuchen und Torten.

Entertainment

Wer will kann sich schon tagsüber mit Tanz- und Malkursen, Sport im grossen Fittnessstudio etc. die Zeit vertreiben. Abends gab es täglich eine grosse Bühnenshow im Theater auf Deck 8, danach konnte man je nach Geschmack in der Disco tanzen (Anytime Bar, Deck 10), Jazz hören (Nightfly Bar, Deck 9) oder bei Live - Musik schwoofen ( AIDA Bar, Deck8).

Bühnenshows:
Die täglich im Programm (bei gleichem Ensemble) wechselnden Bühnenshows bestachen durch Vielfalt und die frische Professionalität der jungen Sänger/Schauspieler aus vielen Nationen. Das Repertoire eine reife Leistung, auch im Hinblick darauf, dass zusätzlich bei vielen Events auf dem Pooldeck morgens oder spät abends noch Shows stattfanden.

Ausflugspräsentationen:
Die Ausflüge für den übernächsten Tag wurden ab 18:30 Uhr im Theater vorgestellt.
Vorgetragen wurden die Landausflüge von den diese später auch begleitenden Scouts; negativ fiel auf, dass keine Angaben zu dem zu erwartenden Liegeplatz des Schiffes und der Entfernung zum Stadtzentrum gemacht wurden. Auf Nachfrage wurde stets sinngemäss ausgeführt, dass man doch weit laufen müsse und einer der angebotenen Ausflüge dringend anzuraten sei. Spitzenmässig fanden wir diese Aussage "Ich kenne keinen, der dort mal zu Fuss gegangen ist". Offenbar waren die jungen Leute strikt angewiesen, die Landausflüge "an den Mann zu bringen".

Nautische Stunde:
Da aus Sicherheitsgründen Brückenführungen entfallen, ist jedem, der sich für das Schiff und die Schiffahrt interessiert, auf jeden Fall anzuraten, den Vortrag des 1. Nautischen Offiziers in der "Nautischen Stunde" nicht zu versäumen. Ein absolutes "highlight".

Ausflüge

Nur in Danzig und St.Petersburg haben wir an organisierten Ausflügen teilgenommen.
In St. Petersburg war Treffen um 8.15 Uhr angesagt, wir standen 30 Minuten auf der Treppe im Schiff und waren nach der Passkontrolle dann endlich um 9.00 Uhr im Bus. Vielleicht hätte man das auch anders organisieren können.
Von den anderen Häfen kann man leicht zu Fuss in die Stadt kommen, so dass bei ausreichender Vorbereitung eine geführte Tour nicht unbedingt notwendig ist.
Ausnahme: Danzig - dort stehen jedoch viel Taxis am Kai, die auf Schiffsgäste warten (was wir nicht wussten und daher gebucht hatten).
Preisbeispiel: Ausflug in St. Petersburg nach Puschkin mit Bernsteinzimmer (7.15 - 11.30 Uhr) 48 Euro. Sehr beliebt waren die angebotenen Touren mit Fahrrädern.

Schiffszustand

Abgesehen von der defekten Toilette war das Schiff in einem sehr guten Zustand. Alles sauber, gepflegt, keine Kratzer oder Abnutzungserscheinungen und keine störenden Fahrgeräusche.

Gäste/Kleidung

Auf unserer Fahrt waren etwa 1/3 der Gäste unter 50, 2/3 der Gäste gehörten zur Generation 50 Plus, kaum Kinder. Diese Gästestruktur hatte wohl auch mit der Fahrtroute und dem Umstand zu tun, dass keine Ferienzeit war. Sehr viele Passagiere aus den neuen Bundsländern. Bemerkenswert der Satz einer älteren Dame beim Abendessen "Sie sind der erste Wessi, den ich persönlich kennengelernt habe!"

Wie auch in den Prospekten angegeben, wurde nur legere Kleidung getragen. Selten sah man Schlips und Kragen (ausser im Rossini-Restaurant) - stets gepflegte Freizeitkleidung.

Eine Unsitte die wir alle kennen: Die unsinnige and agressive Liegenreservierung am Pool. Und : Der Pool ist als Swimmingpool ein Witz - viel zu klein; ein Planschbecken für Kinder, mehr nicht.

Check-out

Der Check-out war problemlos. Die Rechnung wurde am Abend vorher an die Tür geheftet. Nur wer Reklamationen hatte oder bar bezahlen wollte, musste sich an die Rezeption begeben.
Von den Schlangen auf den Treppen, dem stundenlangen Warten, bis man wieder mecklenburgischen Boden unter den Füssen hatte, wollen wir nicht reden. Dadurch lässt man sich nach einer gelungenen Kreuzfahrt nicht die Laune verderben. Wir sind einfach - zum Ärger des Kabinenpersonals - in der Kaine verblieben, bis die Luft rein war.


Fazit

Die AIDAschiff - Clubschiffe, Animation, junge Leute. Von diesem Vorurteil, das aber anfangs auch von AIDA verbreitet wurde, muss man sich verabschieden. Jeder Gast kann auswählen, was er machen möchte, niemand wird animiert, etwas Bestimmtes zu tun. Die vielen auch sportlichen Veranstaltungen an Deck, die Kinderanimationen - alles läuft so ab, dass auch der Gast, der eher seine Ruhe haben möchte, nicht gestört wird. Die Reederei könnte auch die Senioren etwas mehr in ihre Werbung einbinden. Wie es im Sommer auf einer AIDA z.B. im Mittermeer zur Ferienzeit zugeht, können wir natürlich nicht beurteilen.

Sieht man von wenigen Pannen und kleinen Mängeln im Servicebereich ab - besser kann man es kaum machen und das Preis-/Leistungsverhältmis ist absolut ok! Zuvor waren wir auf einem Luxusliner - das dortige "Mehr" an Komfort oder Qualität der Ausstattung / Gastronomie muss man jedoch unverhältnismässig teuer bezahlen.
Es war also sicherlich nicht unsere letzte Fahrt mit einem AIDA-Schiff.

Marlene Bunge-Kersten, Hans-Joachim Bunge
Terminal in Warnemünde

Aussenkabine Deck 4

Gedränge auf Deck 6 - Sicherheitsübung

1. Rundgang - Blick von Deck 11 auf Deck 10

Durchgang zum Calypso Restaurant

Calypso Restaurant auf Deck 9

Calypso Restaurant auf Deck 9

Markt Restaurant auf Deck 8

AIDA Bar Deck 6 - eine Farborgie

Showtime auf dem Pooldeck

ohne Worte

der Pool - leider nur ein Planschbecken

die Helsinki-Ausflüge werden präsentiert

Fitnesscenter

Ausflüge stehen an, Passagiere auch - beim Versuch, von Bord zu gehen

der anscheinend unverzichtbare Bordfotograf - bei den Landgängen sehr unaufdringlich


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