Startseite / Kreuzfahrtschiffe >> Eigene Kreuzfahrtberichte >> Kreuzfahrtbericht Queen Mary 2
NAVIGATIONS-MENUE

Startseite
Kreuzfahrtschiffe
- Gesamtliste aller Schiffe
- mit bis zu 500 Pass.
- mit 500-1.000 Pass.
- mit 1.000-2.000 Pass.
- mit 2.000-3.000 Pass.
- mit 3.000-6.000 Pass.
- Kreuzfahrtfähren
Kreuzfahrtschiffe 2013
- in Bremerhaven
- in Hamburg
- in Kiel
- in Lübeck-Travemünde
- in Rostock-Warnemünde
- im Nord-Ostsee-Kanal
..... und in ausländ.Häfen
- in Portimão / Portugal
Konzerne, Reedereien, Charterer und ihre Schiffe
- Gesamtliste
Berichte/Tipps/Links/News
- Eigene Fahrtberichte
- Kreuzfahrttipps
- Sicherheit an Bord
..... Piratenangriffe
..... Hygiene,Krankheiten
..... Kriminalität, Unfälle
- Kreuzfahrten vor Gericht
- Kreuzfahrt-Links
- Kreuzfahrt-News
externes Kreuzfahrtforum
- Kreuzfahrten-Treff
Kontaktdaten
- Impressum
- E-Mail






mit Volldampf gen Süden

1.Hafen - Vigo / Spanien

Abendstimmung auf See

2.Hafen - Barcelona

3.Hafen - Cannes (Monaco)

dem nächsten Ziel entgegen

4.Hafen - Civitavecchia (Pisa)

5.Hafen - Gibraltar

..gen Heimat

6.Hafen - Lissabon

MS c Columbus
Kreuzfahrtbericht
Queen Mary 2

Iberische Halbinsel /Mittelmeer
Kreuzfahrt vom 10.05. - 20.05.05

Southampton - Vigo - Barcelona - Cannes - Livorno - Civitavecchia - Gibraltar - Lissabon


Anfahrt / Check-in

Normalerweise werden Gäste von Cunard von Deutschland aus über London direkt nach Southhampton zum Schiff gebracht, wenn auch dieser zusätzliche Transfer besonders berechnet wird.
Da wir auf eigene Faust nach London fliegen wollten, weigerte sich Cunard, uns auf dem Transfer Gatwick - Southampton mitzunehmen. Angeblich aus versicherungstechnischen Gründen. Unverständlich - wir hätten uns zur vorgegebenen Zeit in die Ankunftshalle begeben und in die Reihe der ankommenden Cunardgäste eingereiht. Das wurde aber alles schon vor dem Abflug übers Reisebüro geklärt bzw. gerade nicht.
Also sind wir vom Flughafen Gatwick mit dem Zug nach Southampton gefahren. Dies ist ganz einfach zu bewerkstelligen und sehr preiswert. Der moderne Zug fährt direkt vom Flughafenterminal in Gatwick los und die Fahrt durch das gartenähnliche Südengland ist sehr schön.
Am Bahnhof Southampton (Achtung nicht den Hauptausgang sondern den gegenüberliegenden Nebenausgang nehmen) wurden wir von einem sehr hilfsbereiten und freundlichen Cunard Mitarbeiter empfangen. Nach 15 Min. fuhr uns sodann der Zubringerbus zusammen mit ca. 20 anderen Gästen zum Terminal am Hafen.

Der riesige Terminal sah von aussen aus (und war es wohl tatsächlich auch früher einmal) wie eine provisorische Lagerhalle. Innen roter Teppich und dutzende Abfertigungsschalter. Das Einchecken - Pass, Papier, Bordkarte, Kreditkarte, Foto, Ausdruck des Bordausweises - war binnen weniger Minuten erledigt und nach dem obligatorischem Fotoshooting mit Kapitänsmütze oder Rettungsring waren wir an Bord und sehr schnell in unserer Kabine. Auch die Koffer kamen wenig später.

Kabine

Wir hatten eine Aussenkabine Kategorie C3/Glückskabine (Aussenkabine ohne Balkon, Deck 4) gebucht und vor Ort eine Aussenkabine mit Balkon auf Deck 8 (mit Sichtbehinderung durch die Rettungsboote) erhalten.

Das Beste an der Kabine war das King-Size-Bett, wirklich traumhaft gross und super bequem mit toller Matratze. Durch das Riesenbett ist allerdings der Abstand zur Kabinenwand sehr klein. Auch der Schreibtisch reicht gerade für 2 DIN A4 Blätter aus. Störend der kleine kreisrunde Tisch vor der kleinen Couch. Insgesamt alles etwas beengt und kriechig - bei einer Balkonkabine fehlt eben der Stellplatz vor dem Fenster/Bullauge.
Das Badezimmer hingegen angenehm geräumig - ohne Gefühl der Enge auch die Dusche.

Service

Der gesamte Service war excellent.
Der superfreundliche phillipische Kabinensteward kam 2x täglich, die Kabine war stets sauber, die Betten wurden jeden Tag frisch bezogen.

Die Bedienung im Britannia-Restaurant hervorragend. Auch wenn sich das Ende der Tischzeit näherte (es gab 2 Sitzungen am Abend mit reservierten Plätzen) wurde seitens der Kellner nicht gedrängelt. Bei der Auswahl der Speisen gab es ausführliche Erläuterungen, eine Speisekarte auf deutsch allerdings nur auf ausdrückliche Anforderung.

Anders in den 4 Buffetrestaurants, die eher den Charme eines Fastfood-Restaurants versprühen. Letzters liegt nicht am excellenten Buffet sondern an den kahlen Tischen und der durch das Personal dort verbreiteten Hektik - Abräumen der Tische, von Tellern mit Essensresten, Einsammeln der verwendeten Tabletts (es gab wohl zu wenig). Den Amerikaner stört so etwas wenig - wir hätten auf einer "Queen" auch dort etwas mehr Stil erwartet.

Das "Daily Programme" (fast eine Broschüre) war sehr umfangreich und enthielt praktischerweise auch einen Stadtplan des nächsten Hafens.

Das Schiff verfügt über eine Selbstbedienungswäscherei mit Bügeltischen, die der Gast kostenlos in Anspruch nehmen kann.

Das Personal an der Rezeption - sachlich und bemüht. Lediglich am Abend vor dem Auschecken flüchtete man sich in unserem Falle etwas ungewandt in offenbare "Notlügen" - aber erfolglos. Dazu am Ende des Berichts.

Essen und Trinken

Sämtliche Mahlzeiten konnten in den 4 Buffetrestaurants oder aber im Britanniarestaurant (dort mit Bedienung und abends in 2 Sitzungen mit fester Tischordnung) eingenommem werden.
Alle Speisen waren von allerbester Qualität - vom umfangreichen Frühstücksbuffet bis zum mehrgängigen Menue am Abend.
Die Selbstbedienungsrestaurants waren wechselweise nahezu 18 Stunden/Tag geöffnet. Besonders beliebt tagsüber war das Lotus Restaurant mit frisch zubereiteter asiatischer Küche - hier musste man dann auch öfter mal Schlange stehen.
Standen morgens Ausflüge an, kam es zu Gedränge in den Buffetrestaurants und es war schon schwierig einen Platz zu finden. Aber diese Dinge hatte man als Gast nach wenigen Tagen im Griff.

Entertainment

Die Unterhaltungsangebote war dem Zuschnitt und Alter der Gäste angepasst. Tagsüber wurden u.a. Workshops (z.B. Malen, Schauspiel, Tanzen)Kartenspiel und Quizz angeboten. Daneben konnte das Kino mit 3 Vorstellungen täglich und das interessante Planetarium genutzt werden.
Abends gab es um 20.45 Uhr und um 22.45 Uhr je eine "grosse" Bühnenshow im Theater, teilweise auch mit Alleinunterhaltern. Gute Englischkenntnisse sind erforderlich, um die (Insider-) Witze zu verstehen.
Tanzfreudige Senioren konnten sich im grossen Ballsaal bei Orchestermusik vergnügen, selbstverständlich im Abenkleid. Hin und wieder wurden dort Themen-Ballabende veranstaltet ("Karneval in Venedig", "Ascot") - als Teutone wunderte sich man schon, zu welchen Extravaganzen englische Ladies im vorgerückten Alter fähig sind.
Sog. "gentlemen hosts" (Eintänzer) kümmerten sich um alleinreisende Damen.
Für Jüngere gab es im G32 Nachtclub moderne Musik mit Lightshow und DJ.

Nicht zu vergessen, das grosse Casino mit einarmigen Banditen und klassischen Roulettetischen, das zu später Stunde stets sehr frequentiert war.

Einzigartig in der Ausstattung die Bibliothek mit grossen Panoramafenstern am Bug des Schiffes, mit einem Superausblick gen Fahrtrichtung. Eine erstaunlich grosse Anzahl an deutschen Büchern ist vorhanden.
Mehrere Internetterminals (kostenpflichtig und sehr teuer im Minutentakt) stehen dort auch zur Verfügung.

Ausflugspräsentationen fanden nicht statt - hier half das oben erwähnte "Daily Programme" aus.

Kurzum: Wer sich auf der QM 2 langweilt, dem kann bei dem Angebot nicht geholfen werden.

Ausflüge

Über die zu buchenden Ausflüge wurde in Broschüren hinreichend informiert. Eine extra Präsentation fand nicht statt. Sehr gut organisiert war das "Ausborden". Die einzelnen Gruppen sammelten sich im Theater, jeder bekam einen Sticker für seine Route und im 15- Minuten Takt ging es von Bord. Es gab keine "Staus" und Wartezeiten - bei der Masse an Ausflüglern eine reife Leistung.
Auch das Ausschiffen mit Tenderbooten in den Häfen Cannes und Gibraltar erfolgte reibungslos. Ein dickes Lob an die Organisatoren.

Nicht ganz so glücklich war zumindestens in Cannes die Auswahl des örtlichen Veranstalters. So mussten wir bei einem Ausflug nach Monaco beim Essen im laut Prospekt "world-famous" Café de Paris im Casino von Monaco lange auf das Essen warten, das dann auch noch höchst durchschnittlich war. Man war dort offensichtlich mit dem Ansturm der vielen Gäste überfordert. Um etwas von Monaco zu sehen, haben wir es vorgezogen, auf das Dessert zu verzichten und spazieren zu gehen.
Von einem 5-Sterne-Schiff mittags in ein überfülltes 3-Sterne Restaurant - da spürt man einen Unterschied.

Preis-Beispiele (Stand 2005):
9 Stunden Riviera Tour 159 Dollar;
4,5 Stunden Pisa 72 Dollar
.
Schiffszustand

Was soll man bei der "Queen" noch sagen - ausser: Alles super.
Alles sauber, gepflegt, keine Kratzer oder Abnutzungserscheinungen und keinerlei störende Fahrgeräusche.

Gäste/Kleidung

Der Grossteil der Gäste war auf unserer Fahrt über 50 Jahre alt und stammte aus englischsprachigen Ländern. Von den ca. 2.600 Passagieren waren 861 Engländer, 771 stammten aus den USA gefolgt von Australiern und Kanadiern. Die Deutschen waren mit 52 Personen in der absoluten Minderzahl.

Tagsüber wurde generell gepflegte Freizeitkleidung getragen, für den Abend gab es in der Tagesbroschüre eine Vorgabe:
Formell (Smoking, dunkler Anzug, Abendgarderobe f.d.Damen) , Informell (Sakko, Krawatte, Cocktailkleid, Hosenanzug), Leger (lange Hose, Hemd/Bluse).
Wir haben es nur einmal erlebt, dass eine Gruppe von spanischen Gästen auf einem Kurztrip von Vigo nach Barcelona (Betriebsausflug ?) abends in einem Buffetrestaurant in Bademänteln "auftrat".
Smoking oder dunkler Anzug und langes Kleid sollten also im Koffer sein. Wer sich an die "Kleiderordnung" nicht hält, wird beispielsweise im Restaurant Britannia oder im Kasino zurückgewiesen.

Check-out

Da wir unseren Urlaub in Portugal verlängern wollten, sind wir schon in Lissabon von Bord gegangen. Wir können daher über den Ablauf des Auscheckens/Ausbordens in Southampton selbst nichts berichten.

Wir bekamen die Rechnung am Abend vorher auf die Kabine zusammen mit der Aufforderung, die Kabine am nächsten Tag bis um 09:00 zu räumen.
Da wir von Lissabon erst um 15:00 mit dem Zug weiter fahren konnten, baten wir an der Rezeption, die Kabine bis 12:00 Uhr nutzen zu dürfen, was strikt verweigert wurde. Auf Nachfrage hiess es, dass in Lissabon noch Gäste an Bord kommen würden und die Kabine daher schnellstens hergerichtet werden müsse.
Als wir diese Aussage in Zweifel zogen (wer bucht einen 2 Tagestripp von Lissabon nach Southampton), wurde erwidert, dass ca. 50 Auszubildende an Bord kämen. Als die Dame merkte, dass wir ihr auch das nicht glaubten, bat Sie uns am nächsten Morgen gegen 8:00 den Hoteldirektor, der für die Kabinenverwaltung zuständig sei, anzurufen, was wir dann auch getan haben.
Der sehr nette Hoteldirektor gestattete uns dann am nächsten Morgen im besten österreichschem Dialekt das Verbleiben an Bord und entschuldigte sich für den Auftritt der Damen an der Rezeption.

Fazit

Klasse Schiff und klasse Reise.
Die wenigen kleinen Pannen sind zu vernachlässigen.

Marlene Bunge-Kersten, Hans-Joachim Bunge
Aussenkabine 8038 auf Deck 8

Aussenkabine 8038 auf Deck 8

Aussenkabine 8038 auf Deck 8

... mit Sichtbehinderung durch die Tender

eines der Buffetrestaurants

Foyer, unten die Rezeption

Foyer

Durchgang zum Hauptrestaurant

Sonnendeck

.. mit Pools

Theater

eine der vielen Bars

in der Bibliothek

eines der Tenderboote in Aktion

im Tenderboot

Blick in die Brücke

QM 2 - ein edler Luxusliner


^

Meine Kreuzfahrt - Impressum - e-mail